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teresse der Kranken neben dem seinigen zu versehen. Bei seinem Tode bekleidete er im 4. Jahre die Stellung eines Mitgliedes des Executiv-Committees des Dispensary.

Seine Arbeit im Dispensary wie auch wohl seine persönliche Nei. gung liessen ihn sich mehr der Chirurgie zuwenden, und so kam es, dass, als vor 2 Jahren die Stelle eines Chirurgen im St. Mark's Hospital zu besetzen war, das Vertrauen der daselbst beschäftigten Collegen ihm dieselbe übertrug. Ausserdem war er zehn Jahre lang Arzt der deutschen Gesellschaft der Stadt New York.

Als Mitarbeiter an dieser Monatsschrift lieferte er mehrere Jahre lang die Referate über Chirurgie und zwei Originalarbeiten. Die erste betitelt: Die Schulterdamm-Binde, eine Modification der T-Binde, erschien im Mai 1889, die zweite: Posthiotomia interna im Dezember

1890.

Im socialen Leben war DEGNER ein offener Charakter, ein guter Gesellschafter und wem er näher stand, ein treuer Freund. Seine Anhänglichkeit an seine alte Studentenzeit that sich kund, als im Jahre 1882 der Gedanke einer engeren Vereinigung der früheren Corps. studenten angeregt wurde, und waren es hauptsächlich seine Bestrebungen, dass dieselbe zu Stande kam und festen Fuss fasste. Er war glücklich verheirathet und hinterlässt eine trauernde Wittwe und eine Tochter. Ehre seinem Andenken.

• J. W. GLEITSMANN.

Doctor Bernhard Segnitz, geboren zu Gelnhausen, prov. Hanau, Kurhessen, den 23. Januar 1811, starb in New York den 23. Februar 1894.

Nach beendigtem Schulbesuche den Beruf in sich fühlend, Arzt sein zu wollen, begab er sich in eine Apotheke, um in praktischer Weise, die Verbindung von Arzneimitteln, &c., kennen zu lernen. Universitätsstudien machte er in Würzburg und Marburg und promovirte 1834, sich in Marburg den Doktor erwerbend. Hier nach praktizirte der junge Arzt im Landkrankenhause zu Hanau, bereiste europäische Hospitäler, &c., sich dann in seiner Geburtsstadt als praktischer Arzt niederlassend; von hier erweiterte sich sein Wirkungskreis bald so, dass er sich durch viele Jahre auch des Vertrauens der benachbarten fürst. lichen Familie Isenburg-Birstein und des Crösus M. C. v. Rothschild's erfreute. Während verschiedener Epidemien machte er sich (Frank. furt a. M.) nützlich, liess sich jedoch 1848 von seinen staatsgesetzlichen Ansichten zu Aeusserungen und öffentlichen Reden hinreissen, die seine Auswanderung dann 1851 zur Folge hatten.

Am 23. September 1851 in New York ankommend, baute er sich hier sehr bald einen weiten Wirkungskreis und war hier thätig bis zu seinem Ende mit Ausnahme von den Jahren 65–70, in denen er im Westen wirksam war,

Es giebt wohl kein Feld, auf dem Philanthropie sich üben lässt wie im Beruf des Arztes, und Dr. SEGNITZ, der Arzt mit Leib und Seele war, übte diese in vollem Maasse, da er von Natur aus leutselig, freundlich und grossmüthig angelegt war.

Alle ihm dafür disponible Zeit widmete er schriftlichen Arbeiten, war Mitarbeiter an vielen medizinischen Schriften und überlieferte verschiedene fachwissenschaftliche Werke, von denen einzelne, z. B. der Arzt und sein Werth, Medizin und Mode, Heilmittel und Heilkünstler sogar populär gehalten und Eingang in die Laienwelt fanden. Cerebrale Apoplexie war die Ursache seines Scheidens - sein Motto: “Die Heilmittel leisten nicht so viel als die meisten Laien vermuthen, doch mehr als die meisten Aerzte."

CLOTHILDE M. FRIEDMANN.

Allerlei.

Das New Yorker Pasteur Institut bringt folgende Statistik über die prophylactische Behandlung gegen

Lyssa für das Jahr 1893. (Viertes Jahr.)

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(mit Ernultipel

Bisse am Kopf und im ( einfach......
Gesicht

(multipel..

(mit Erfolg..... Cauterisation

Tohne Erfolg.... Keine Cauterisation

(einfach.... Bisse an den Händen

(mit Erfolg... Cauterisation

ohne Erfolg....... Keine Cauterisation.......

| einfach...... Bisse an den Extremi. Jei täten und dem Rumpf multipel ....

(mit Erfolg............ Cauterisation

lohne Erfolg.. Keine Cauterisation.............. Kleider zerrissen .... Bisse an blossen Theilen ... Bisse an verschiedenen Körperthei........

(mit Erfolg ..., ........ Canterisation

Tohne Frfolg......... Keine Cauterisation ............. Kleider zerrissen ................ Bisse an blossen Theilen .........

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len

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Summa Summarum .........

..........85 Die Spalte A bezieht sich auf Personen, gebissen von Thieren, bei denen Wuth experimentell nachgewiesen worden oder durch den Tod anderer von ihnen gebissener Personen oder Thiere;

Spalte B auf Personen, verletzt durch Thiere, die durch klinische oder thierärztliche Untersuchung als wuthkrank erkannt werden;

und Spalte 0 auf Fälle, bei denen Wuth nur vermuthet werden konnte, da die Thiere entkommen waren oder sofort getödtet wurden und der Körper weggeworfen. Diese 85 behandelte Personen kamen aus: 1 Alabama,

10 Maryland, 8 Ohio, 6 Connecticut,

1 Mississippi, 5 Pennsylvania, 6 Delaware,

2 Missouri, 5 South Carolina, 1 District of Columbia, 15 New Jersey, 5 Texas, 1 Indiana,

11 New York, 3 Virginia. 1 Kentucky,

4 North Carolina, Es ist kein Todesfall unter diesen Patienten berichtet worden.

Ein Ohio medicinisches Journal hat kürzlich ein Preissystem angekündigt, um Abonnenten, deren es die bescheidene Zahl von 7000 wünscht, zu gewinnen. Es wird nicht nur jedem derselben dreimonatlich ein „surprise package" zugeschickt, welches irgend einen kleinen, dem Arzte nützlichen Gegenstand enthält, sondern erste, zweite und dritte Geldpreise werden auch ausgeschrieben für Erzählungen in denen sich die Handlung in der Berufsatmosphäre des Arztes abspielt.

In dem „Legislature“ des Staates Ohio ist der Antrag gebracht wor. den, gesetzlich die Beschneidung zu verbieten.

Ein Correspondent der Medical World berichtet von einer 64jähri. gen Primipara, nach 40jähriger Ehe, und bittet um etwaige Notizen über ein ähnliches Vorkommniss.

GEORGE KEIL, 1715 Willington Str., Philadelphia, kündigt das bal. dige Erscheinen an der dritten Auflage des Medical and Dental Register-Directory and Intelligencer“ für die Staaten Pennsylvania, New York, New Jersey, Maryland and Delaware. Dasselbe bringt nicht nur eine vollständige Liste aller praktischen Aerzte und Zahnärzte der genannten Staaten, mit Ort und Datum der Promotion, sondern führt alle ärztlichen Erziehungsanstalten, Hospitäler, Gesellschaf. ten, etc. an, und wird allen Mitgliedern des ärztlichen Standes von grossem Werthe sein.

Therapentische Notizen.

Die Behandlung des acuten Gelenkrheumatismus kann in einer für den Kranken sehr angenehmen Weise vermittelst der Einreibung der Salicylsäure in die Haut geschehen. BOURGET-Lausanne fand, dass die Salicylsäure rasch und intensiv durch die Haut resorbirt wird, voraus. gesetzt dass man als Vehikel einen fetten Körper benutzt. Bei Anwen. dung von Vaselin und Glycerin allein ist die Resorption sehr schwach. Verf. bevorzugte eine Salbe von:

Acid. salicyl.
Lanolin.
01. Terebinth... āā 10. --

Axung.............. 100.
Diese Salbe wird in reichlicher Menge um die Hauptgelenke ver-
theilt, und hierauf mit einer einfachen Flanellbinde verbunden. Der
Erfolg beim Rheumatismus ist ein ausgezeichneter. (Therapeutische
Monatshefte 11, 93.)

Pofessor W. W. Keen, Philadelphia, veröffentlicht in The College and Clinical Record, December, 1893, einen Fall von hohem Steinschnitt, wo er nach dem Vorschlag von Dr. A. T. Bristow (Annals of Surgery, Juni, 1893) 9 Unzen Luft statt Flüssigkeit in die Blase inji. cirte, und 459 Blasensteine entfernte. Die Blase stellte sich gut in die Schnittwunde ein, und das Peritoneum kam nicht in das Gesichtsfeld, Als Hauptvortheil der Methode rühmt Keen das Wegfallen der Ueberschwemmung der Wunde nach der Eröffnung der Blase, das bei der Injection von Flüssigkeit so störend wirkt.

In demselben Blatte berichtet E. D. FENNER, New Orleans, über einen Fall von typischer acuter Sepsis mit multipler Gelenkvereiterung nach urethrotomia externa, mit Stahlsondendilatation der Uretra, Eine Phlegmone am Orte des Traumas war nicht vorhanden.

Eingesandt. Bibliothek der gesammten Medicinischen Wissenschaften für praktische Aerzte und Specialärzte, herausgegeben von Prof. Dr. A. DRASCHE in Wien. Max MERLIN, Wien, I., Fleischmarkt 3. Leipzig, Querstrasse 10-12. 15.-20. Lieferung.

Mittheilungen aus Kliniken und Medicinischen Instituten der Schweiz. 1. Reihe, Heft 5 und 6.

Archiv für praktische Anatomie und Physiologie und für Klinische Medizin, herausgegeben von RUDOLPH VIRCHOW. Band 135, Heft 1.

Chirurgische Beiträge zur Localisation der Grossbirnrinde von Dr. GEORG TROJE. Sonderabdruck aus der Deutschen Medicinischen Wochenschrift 1894, No. 5 und 6.

The Importance of employing Anaesthesia in the Diagnosis of intra-pelvic gynaecological Conditions, von Dr. HUNTER ROBB. Sonderabdruck aus The John Hopkins Hospital Reports, Vol. III. No. 7, 8, 9.

Importance to the Surgeon of a bacteriological Training, von Dr. HUNTER ROBB. Sonderabdruck aus The Johns Hopkins Hospital Bul. letin, Dec. 1893.

Maintenance of an aseptic Technique in gynecological Operations outside of Hospitals, von Dr. HUNTER ROBB. Sonderabdruck aus The Johns Hopkins Hospital Bulletin, Nov. 1893.

A new Spigot Attachment to facilitate Asepsis, von Dr. HUNTER ROBB. Sonderabdruck aus The Annals of Surgery, Feb. 1894.

The present Status of the Treatment of uterine Fibroids, von Dr. X. O. WERDER. Sonderabdruck aus The Annals of Gynaecology and Pediatry, Nov. 1893.

Pregnancy following a partial Suprapubic Hysterectomy, complicated by Hemorrhage through the abdominal Cicatrix, von Dr. X, O. WERDER, Sonderabdruck aus The Transactions of the Association of Obstetricians and Gynecologists, June, 1893.

Etiology of Pelvic Diseases in Women and their Prophylaxis, von Dr. X. O. WERDER. Vortrag gehalten von The Allegheny County Medical Society, Nov. 21, 1893.

Observations on the rotary-lateral Curvature of the Spine, with Special Reference to Etiology and Treatment, von Dr. JACOB TESCHNER. Sonderabdruck aus The Medical Record, Dec. 16, 1893.

A Case of Contusion and Rupture of the Ileum, von Dr. FREDERICK HOLME WIGGIN. Sonderabdruck aus The New York Medical Journal, Jan. 20, 1894.

Pulpless Teeth and their Treatment, von Dr. GEORGE EVANS. Sonderabdruck aus The Dental Cosmos, Oct. 1893.

Büchertisch.

Matthews Medical Quarterly. A Journal devoted to Diseases of the

Rectum, Gastro-Intestinal Disease, and Rectal and Gastro-Intestinal Surgery. Von JOSEPH M. MATTHEWS, M, D., und HENRY E.

TULLY, M. D., Louisville, Ky.

Da es ja hierzulande schon mehrere Professoren der Mastdarmkrankheiten gibt, kann es kaum sehr überraschen, eine eigene Zeit. schrift für diese Specialität entstehen zu sehen.

Der Editor, seit 17 Jahren ausschliesslicher Specialist in der genannten Branche, hat es verstanden, in dem ersten stattlichen Heft

Januar 1894 eine solche Fülle interessanter Arbeiten von verschiedenen Autoren zu bringen, dass die Frage der Existenzberechtigung einer solchen Zeitschrift zu seinen Gunsten entschieden werden muss. Auch kann es dem Praktiker, wie speciell dem allgemeinen Chirurgen nur angenehm sein, die amerikanischen Arbeiten (später sollen auch ausländische erscheinen) auf diesem Felde gesammelt zu wissen. Ob es freilich gelingen wird, bei dem anatomisch doch recht begrenzten Felde auf die Dauer dieselbe Höhe beizubehalten, auf der die erste Nummer dieser Zeitschrift entschieden steht, bleibt abzuwarten, ist aber nur zu wünschen. Atlas der Pathologischen Gewebelehre, von Dr. Carl Karg und Georg

Schmorl. V. u. VI. Lieferung.

Dieses Doppelheft bringt Abbildungen von Bacterien, typischen Ge. schwülsten, Sarkomen, Papillomen, Adenomen, Carcinomen, etc., etc., Anomalien der Knochen, u. 8. W. Die Bilder und deren Reproductionen sind von unerreichter Schönheit und können gar nicht genug gelobt werden. Wer sich je mit Microphotographie beschäftigt hat und die vielen technischen Schwierigkeiten derselben kennt, kann nur die enorme Aufwendung von Fleiss und technischem Geschick auf's Höchste bewundern.

Ueber den Werth und die Verwendbarkeit solcher Veröffentlichun. gen ist eigentlich kaum ein Wort zu verlieren. Wenn es auch in erster Linie die Absicht der Verfasser war, dem Lehrer und dem Lernenden der pathologischen Anatomie absolut naturwahre und mustergiltige Abbildungen microscopischer Präparate in die Hand zu geben, 80 ist doch auf die Bedürfnisse jedes praktischen Arztes und Chirurgen, der sich überhaupt mit Microscopie beschäftigt, in so weitgehender Weise Rücksicht genommen worden, dass wir den Herausgebern kaum dank. bar genug sein können.

Dabei ist trotz der Schönheit der Bilder der Preis dieses Atlas, im Gegensatz zu vielen anderen, relativ so niedrig gestellt, (50 Mark), dass dies wesentlich zur Verbreitung des Werkes beitragen dürfte.

Für jeden Microphotographen ist die technische Einleitung, trotz ihres bescheiden gehaltenen Tones, von grösstem Werthe.

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