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selbe aber von Bernburg nach Ballenstedt, so geht 1823 zwar das herrschaftliche Felleisen auch unvisitirt durch, allein alle abgabepflichtige Waaren, welche sich auf dem Wagen befinden, und in keinem Falle in dem Felleisen befindlich sein dürfen, iniissen versteuert werden. ART. XIX. Um

Um jedoch auch dem Wunsche Seiner Herzoglichen Durchlaucht, in Bezug auf eine Erleichterung des Verkehrs des untern Herzogthums Bernburg mit dem Preussischen Staate,, nach Möglichkeit zu entsprechen, so wollen Seine Majestät auch gestatten, dass nachfolgende Gegenstände' mit gehörigen Ursprungs- Zeugnissen versehen, aus dem untern Herzogthume Bernburg in die Preussischen Staaten über die Haupt - Zolläinter Neu - Gattersleben, Cönnern und Wittenberg, theils ganz stererfrei, theils gegen Erlegung herabgesetzter Eingangsabgaben, eingeführt und gleichfalls einige Dachbenannte Erzeugnisse aus dein Preussischen, welche init Ausgangsabgaben belegt sind, nach dem untern Herzogthune Bernburg abgabenfrei ausgeführt werden dürfen:

A. Gegenstände, welche aus dem untern Herzogthume nach Preussen eingeführt werden können : 1. Alle Arten Getreide, Hülsenfrüchte und Sännereien. 2. Grobe Böttcher-, Drechsler-, Korbflechter, Tisch

ler - und alle rohe oder blos gehobelle Holzwaaren, Wagenarbeiten und Maschinen von Holz, oder überall blos solche, welche nicht höher als init der allgemeinen Eingangsabgabe belegt sind. 3. Kalk, Gips, Bruch- und Kalksteine, so wie

Ziegeln. 4. Grobe ungebleichte Leinwand. 5. Rüb-, Lein- und lianföl, so wie Ölkuchen. 6. 20 Zentner graues Lösch- und Packpapier. 10 Zent

ner ordinäres, kleines halbweilses Druck papier, auch weisses and gefärbtes l'ack papier, so wie 3 Zentner andere Papiergalengen, jedoch aus

schliessend von der Papiermühle in Bernburg. 7. Töpferwaaren und Steingut. 8. Vieh aller Art. 9. 15 Zentner wollene Tücher gegen sine ermässigte

Abgabe von 15 Rthlr. pro Zentner und 15 Zentner

1823 Flanelle und Moltons gegen eine herabgesetzte Ab

gabe von 5 Rthlr. 'pro Zentner, ausschliessend aus dem Herzoglichen Amte Coswig.

B. Gegenstände, welche aus Preussen in das untere Herzogthuin abgabenfrei ausgeführt werden dürfeni. 1. Holzkohlen und 2. alle Arten von Ölkörnern.

Es ist dabei jedoch verabredet worden, dass die Ursprungs - Zeugnisse in dem untern Herzogthume Bernburg, nur den Eigenthümern von den resp. selbst gewonnenen und selbst verarbeiteten Erzeugnissen, nicht aber denen, welche solche von den Eigenthümern kaufen, um damit einen Handel zu treiben, von den Herzoglichen Behörden ertheilt werden sollen; nicht ininder wird die Ausfuhr der vorgenannten Preussischen Erzeugnisse nur gegen Vorzeigung Herzoglicher gerichtlicher Atteste, wodurch der Bedarf für die betreffenden Herzoglichen Unterthanen bescheinigt wird, und welche auf keinen Fall über solchen hinaus gewährt werden sollen, ohne Erlegung der festgesetzten Ausgangsabgabe stattfinden. Dainit es den Frachtfuhrleuten, welche von Braunschweig und Magdeburg nach Halle und Leipzig fahren, und den Weg über Bernburg einschlagen, erleichtert werde, daselbst zu übernachten; so wird man sich über solche Vorkehrungen einigen, wodurch Defraudationen verhütet werden.

ART. XX. Da jedoch die in den Königlich Preussischen Staaten áin höchsten besteuerten ausländischen Waaren, namentlich Colonialwaaren aller Art, Weine und seidene Zeuge, init keiner Abgabe im obern Herzogthume bisher belegt gewesen sind, und frei aus dem Auslande. haben bezogen werden können, dies Verhältnil's auch fortdauert, bis der Beitritt der Herzoglichen Lande zum Preusischen Steuersystem wirklich in Ausführung gebracht wird, inithin, wenn die Preussische Gränzbewachung wegfällt, den Königlichen Kassen und gewerbtreibenden Unterthanen ein bedeutender Verlust aus der Einführung der onversteuerten Waarenbestände in dem obern Herzogthume erwachsen könnte; so versprechen

Seine Herzogliche Durchlaucht zu Anhalt- Bernburg, 1823 vier Wochen vor Aufhebung der Preussischen Gränzbewachung gegen das obere Herzogthum, und mit dem Eintritt der Gränzbesetzung desselben gegen das nicht Preussische Gebiet, alle Waarenbestände in dem obern Herzogthume genau aufzeichnen zu lassen, die Besitzer der Waaren entweder zur Bezahlung der Sleder von den Beständen oder zur Wiederausführung der Waaren liach dem Auslande, vor Aufliebung der Königlich Preul'sischen Gränzbew achung anzubalten. Die zu erhebende Steuer wird den lierzoglichen Kassen zufallen, jedoch se'l der Betrag derselben, von der Preussischer Seits nach Art. XVI. zu zahlenden Suinme, in Abzug gebracht werden. Über die Art und Weise der Aufnahme der Waarenbestände, und wie weit dabei zu gehen sein dürfte, hat eine besondere Einigung statt gefunden.

Art. XXI. Die Dauer dieses Vertrags ist bis zum Schlusse des Jahres 1830 festgesetzt worden. Erfolgt ein Jahr, vor dein Ablaufe dieses Vertrages keine Aufkündigung von der einen oder der andern Seite, so ist derselbe stillschweigend als bis zu Ende des Jahres 1839 verlängert anzusehen.

Art. XXII. Dieser Vertrag soll unverzüglich zur Allerhöchsten und Höchsten Ratification vorgelegt, und nach Auswechselung der Ratifications - Urkunden, sofort zur Vollziehung gebracht werden.

Zu Urkund dessen ist dieser Vertrag von den beiderseitigen Bevollmächtigten unterzeichnet und mit ihren Wappen besiegelt worden.

So geschehen Berlin, den 10ten October 1823. HEINR. ULR. WILHELM JOHANN VOLRATH LUDWIG von Bülow.

Freiherr von SALMUTH.

Dieser Vertrag ist unterin 2len November 1823 von Seiner Majestät dein Könige ratificirt, und die Ratifications - Urkunden sind demnächst am 27ten gleichen Monaths zu Berlin ausgewechselt worden.

Berlin den 19ten December 1823.
Königlich Preussisches Ministeriuin der auswärtigen

Angelegenheiten.

von BERNSTORFF.

83. 1823 Acte du gouvernement Britannique

portant nomination de Consuls dans les nouveaux Etats de l'Amérique ci-devant espagnole du 17 Octobre

1823. (The Times 1823. Octobre 18. No. 12,006.)

Foreigu Office Oct. 17. 1823. Sir!

.! - I am directed by Mr. Secretary Canning to acquaint you, in reference to your application for protection to the trade of His Majesty's subjects with the provinces of Spanish America, that His Majesty's Governinent have determined to send out forthwith Consular Agents to the several ports and places in those provinces, in which, as they have learned from the best inquiry, British interests are at present most extensively concerned. I subjoin a list of these ports and places.

I am, Sir, your most obedient humble servant.
John Lowe Esq. etc. etc.

JOSEPH PLANTA.
Mexico

Consul general
Vera Crux

Consul
Acapulco

ditto
Santa Fe de Bogota Consul general
La Guayra

Consul
Maracaybo

ditto
Carthagena

ditto Panaina

ditto Buenos Ayres

Consul general
ditto

Vice-Consul
Monte Video

Consul
Chile (Valparaiso) Consul general
ditto

Vice-Consul
ditto

ditta Peru (Lima)

Consul general ditto

Vice-Consul ditto

ditto

84. Traité d'union, de ligue et de con-1823 fédération perpetuelle, entre la Colombie et le Méxique, signé à Bogota le 23 Octobre 1823, ratifié par le gouvernement colombien, à l'exception de l'art. X., d'une partie de l'art. XI. et d'une partie de l'art. XIV. le 30 Juin 1824 et publié dans la ville

de Méxique, le 20 Septembre 1825. (Le Moniteur 1826. 28 Janv. No. 28. Le Journal de Francfort 1826. 31 Janv. No.31. New Annual

register 1824. Public Papers pag. 543.) Le gouvernement de la république de la Colombie,

, d'une part, et celui du Méxique, de l'autre, désirant sincèrement terininer les maux de la guerre actuelle, dans laquelle ils ont été forcés de s'engager avec le Roi d'Espagne, et ayant résolu d'employer la totalité des forces de terre et de mer qui leur appartient pour la défense de leur liberté, et désirant en outre que cette ligue devienne générale parmi tous les états de l'Amérique Meridionale, afin qu'ils puissent unir leurs ressources pour maintenir leur indépendance coinmune, ils ont nommé des plénipotentiaires qui ont conclu le traité suivant d'union, de ligue et de confédération:

Art. I. Les républiques de la Colombie et du Méxique s'unissent en ligue et en confédération pour toujours en paix comme en guerre, afin de inaintenir autant que les circonstances le perinettront, par le moyen de leurs forces de terre et de iner leur indépendance contre la domination de l'Espagne, ou de toute autre nation étrangère ;' et afin d'assurer, après la reconnoissance de leur indépendance, la bonne in

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