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messbar, die Flächen s und a hingegen matt und gekrümmt und nur durch den Kantenparallelismus bestimmbar. Für den Werth des Endkantenwinkels des Oktaëders o ergab die Mes. sung 1419. Mithin finden sich an diesen Krystallen ausser den, schon bei fig. 6 erwähnten Flächen, noch P = (a a: 0 a: c,) 0 = (a: a a: c) und a = (a: %sa: %. c.)

IX.

MINERALOGISCHE UND CHEMISCHE UNTERSUCHUNG

DES CHIOLITHS AUS MIASK.

A. Untersuchung von Franz v. Wörth.

Im December vorigen Jahres erhielt ich ein Mineral aus Miask vom Ehrenmitgliede der Gesellschaft, Herrn Wirklichen Geheimen Rathe, Minister des Innern, Lew Alexejewitsch v. Perowsky, um es zu untersuchen und zu bestimmen. Dieses Mineral, welches man bei dem ersten Anblick für Zeolit oder Witherit ansehen könnte, hielt ich anfänglich für Kryolith, unterwarf es aber einer vergleichenden Untersuchung vor dem Löthrohre mit dem Kryolith aus Grönland, nach der von Berzelius angegebenen Methode (*). Die Resultate dieser Untersuchung sind folgende:

Dieses Mineral kömmt derb, zum Theil körnig und zellig

In den Zellen erblickt man mit der Lupe äusserst kleine, wie es mir scheint, prismatische, stark glänzende Krystalle.

vor.

(*) Anwendung des Löthrohrs in der Chemie und Mineralogie, 3. Auflage. Nürnberg 1837.

Die derben Parthieen desselben haben einen unvollkommenen und geradblättrigen Bruch und sind durchscheinend; die zelligen sind feinkörnig-krystallinisch. Es ist ziemlich spröde, und seine Härte steht zwischen Kalk und Flussspath.

Die Farbe ist bald graulich, bald gelblich oder schneeweiss; diese letzte erscheint grösstentheils bei der zelligen und körnigen Abänderung

Der Glanz des derben blättrigen hat ein fettes oder salzähnlich feuchtes Ansehen, welches sich jedoch stellweise dem Glasglanze nähert, dieses bemerkt man vorzüglich nur an den krystallinischen Parthieen.

Nach dem Exemplare, welches ich zur Untersuchung erhielt, hatte das Mineral gelblichweissen, silberweissen und rauchgrauen Lithionglimmer (*), violetten und grünen, blättrigen und dichten Flussspath und rauchgrauen Quartz zu Begleitern. Schon an der Kerzenlichtslamme schmilzt es leicht, zerknistert aber, ehe es allmählig erwärmt worden ist. „Nach Berzelius ist das grönländische ungemein schmelzbar.“

) Der Glimmer, in der Platinzange der Lichtflamme ausgesetzt, färbt dieselbe schön purpur oder violblau und schmilzt sehr leicht zu einem grünlichschwarzen Email. Auf Kohle schmilzt er sehr leicht zu einer gräulichschwarzen, glänzenden Perle. Mit Boraxglas schmilzt er sehr leicht zu einer grünlichen wasserhellen Perle. Mit Phosphorsalz ist er leicht schmelzbar, so lange die Perle heiss ist, grün vom Eisen gefärbt; nach dem völligen Abkühlen wird sie vollkommen farblos und wasserhell. Mit Soda ist er sehr leicht zu einer grünlichschwarzen, glänzenden Perle schmelzbar. In der Kolbe giebt er kein Wasser, das Glas wird aber an einigen Stellen unklar und ist gleichsam mit einem gräulichweissen Hauche bedeckt.

Auf einige Zeit ins Wasser gelegt, wird er durchsichtiger; zu feinem Pulver zerrieben, auf ein Uhrglas geschüttet und mit Wasser befeuchtet, erscheint er, wie schmelzender Schnee und zerfliesst zu einer gallertartigen Masse. Daher die so treffend gewählte Benennung Abilgards, Eisstein, für den Kryolith von Grönland, und wie ich später erfuhr, die Benennung von Herrn Hermann für unser russisches Mineral, Chiolith oder Schneestein, sehr passend ist, und für unser Mineral von Miask beibehalten werden muss.

Fein gepulvert ist er schneeweiss, so auch im Striche.

Nach meiner, so wie auch hauptsächlich nach der zweifachen, sehr genau wiederholten Bestimmung unseres Mitgliedes, E. v. Lenz, ist das specifische Gewicht des Chioliths in Stücken = 2,6209; = 2,6211 (das des grönländischen Kryoliths aber nach Hauy 2,943).

Um mich nun zu überzeugen, ob dieses geringere specifische Gewicht, im Vergleich zum grönländischen, nicht von den Blasen, welche sich in den Zellen ansetzen könnten, herrühre, zerrieb ich sowohl das grönländische als auch unser Mineral in einem Agatmörser zu feinem Pulver, ersuchte Herrn v. Lenz das specifische Gewicht von neuem in diesem Zustande zu untersuchen, und erhielt folgendes Resultat:

der grönländische Kryolith war = 2,8163.

der Chiolith von Miask aber = 2,770.

In der Platinzange der Lichtflamme des Löthrohrs ausgesetzt, zerspringt er zum Theil mit starkem Knistern; wird er aber allmählig erwärmt, so schmilzt er sehr leicht und ruhig zu einer

klaren wasserhellen Perle, welche bei der Abkühlung unklar und schneeweiss wird. Im Verlaufe des Schmelzens wird die Flamme schön gelb gefärbt und die Spitzen der Pincelte werden mit einem leichten weissen Anfluge belegt.

Auf Kohle zerspringt er heftig unter starkem Knistern, sobald man ihn aber allmählig erwärmt, schmilzt er ruhig und leicht zu einer wasserklaren Perle, die nach dem Abkühlen undurchsichtig und milchweiss wird; bei fortgesetztem Glühen zerfliesst er und wird von der Kohle eingesogen, und kann nicht wieder zur Perle geschmolzen werden, sondern bildet eine schneeweisse, rindenartige schwammige Kruste. Während des Schmelzens wird die Kohle, in der Nähe der Probe, mit einem leichten weissen Anfluge belegt; tröpfelt man nun Kobaltsolution auf diese weiter unschmelzbare Masse, so wird sie gleichförmig rein himmelblau gefärbt. „Nach Berzelius schmilzt der grönländische auf Kohle leicht zu einer klaren Perle, die unklar bei der Abkühlung wird; bei fortgesetztem Glühen breitet er sich aus und wird von der Kohle eingesogen, es bleibt eine Rinde von Thonerde zurück. Wird nun diese Masse mit Kobaltsolution befeuchtet und von neuem geglüht, so färbt sie sich nicht gleichförmig blau, wie der Chiolith, sondern ist stellweise aschgrau.“

Mit Boraxglas schmilzt er leicht, bei geringer Beimischung, zu einer klaren wasserhellen Perle, die auch nach dem Erkalten so bleibt; wird aber eine grössere Beimengung zugesetzt, so ist zwar die Perle, so lange sie heiss ist, wasserhell, wird aber nach dem Abkühlen milchweiss und undurchsichtig. Mit

B

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