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Thierfelder: Georg Fabricius als Naturhistoriker.

Rorsperling, quasi dicas passer harundineus. – Vielleicht Crex porzana. R. (oder Emberiza schoeniclus ? Troschel.)

Storch, Ciconia. - Cic. alba L.
Schwarzer Storch, Cic. tota nigra. – Cic. nigra L.
Schwalbe, Hirundo.
Schwan, Cygnus, Olor. – Cygn. Olor L., zahmer Schwan;

Schreiender Schwan, quasi clamosus. — Cygn. musicus L., der wilde Schwan. R.

Schnetz, Salus. †

Taucher, Mergus, quasi Urinator: magnus, catarractes, corvus aquaticus; rostrum habet serratum, quibus pisces maiores secat per medium, ut vesci praeda possit; niger, Wasseramsel; flavus; varius. - Merg. merganser, M. serrator L. R.

Teucherlein, Mergulus, Pumilio – Colymbus ?
Tittilven. t

Wasserhünlein, Tryngas. — Ob Fulica chloropus L. ? Vielleicht Tringa pugnax. R.

Wasserschwalbe, Apus. —- Eine Art Sterna, vielleicht Hirundo. R.

Ueber Dasypus gigas Cuv.

Von

Prof. Dr. F. Krauss

in Stuttgart.

Nach den Mittheilungen von Herrn Kappler gehört das Riesengürtelthier auch in Surinam zu den grossen Seltenheiten. In einem Zeitraum von 20 Jahren haben wir durch ihn nur 5 Exemplare erhalten, dagegen gelang es ihm in den letzten 4 Jahren nach und nach 6 Thiere im Balg und Skelet einzusenden. Ueber letztere, sowie über das im hiesigen Museum aufgestellte Thier und Skelet habe ich einige Notizen und Maassverhältnisse zusammengestellt, welche ich in Nachstehendem mittheile.

Von diesen 7 Exemplaren, welche ich mit No. I bis VII bezeichnen will, gehören 4 weiblichen und 3 männlichen Thieren an. Alle sind erwachsen, unter ihnen nach der Grösse und dem Verwachsensein der Knochen IV und V die ältesten, II und VI die jüngsten. Nur von II ist in unserer Sammlung der Balg ausgestopft und das Skelet macerirt und aufgestellt, alle übrigen sind nach dem Balg und den rohen Skeletten untersucht worden.

Die Maassverhältnisse des Thieres in Centimeter sind folgende:

Länge d. ganzen Rumpf-Panzers
Länge des Schwanzes von der 1.

Schilderreihe bis zur Spitze.
Zahl der Schilderreihen des

ganzen Rumpf-Panzers . . Zahl der Schulterpanzerreihen Zahl der Rückenpanzergürtel . Zahl der Kreuzpanzerreihen . Zahl der Schilder der 2. Reihe

des Schulterpanzers .. Zahl der Schilder der 4. Reihe

des Schulterpanzers . . . Zahl der Schilder der letzten

Reihe des Schulterpanzers . Zahl der Schilder der 6. Reihe

des Rückenpanzers Zahl der Schilder der 24. Reihe

des ganzen Panzers . . . Zahl der Schilder der 30. Reile

des ganzen Panzers . . . Zahl der Schilder der vorletzten Reihe des ganzen Panzers ·|-| 8 | 10 | 10 | 9 | 11 | 10

Die Länge des ganzen Rumpf-Panzers wurde in der Mittellinie des Rückens von dem ersten Schultergürtel bis zur letzten Schilderreihe oder der Querlinie gemessen, welche die Randschilder der rechten und linken Seite des Panzers in gerader Linie verbindet. Die Maassverhältnisse des Kopfes konnten nicht mit Genauigkeit angegeben werden, weil die Haut zusammengeschrumpft war.

Von den Schilderreihen des Schulterpanzers sind die 3 (bei III die 4) vordersten erhaben und etwas beweglich, die letzte Reihe ist etwas abgesetzt, den Rük.kengürteln ähnlich. Die Reihen sind häufig gegen den Rand hin getheilt oder unregelmässig. Bei III sind am Rande der 11. Reihe auf der rechten Seite zwei Schilder anstatt einem vorhanden. Bei II ist dieselbe Reibe (die erste des Rückenpanzers) rechts sogar bis in die Mitte getheilt, so dass die überzählige Reihe aus 16 Schildern besteht, während auf der linken Seite keine der Reihen getheilt ist. Bei IV ist die 10. Reine rechts am Rande in 2 getheilt, wovon die überzählige 4 Schilder hat. Bei V sind am Rande 3 Reihen etwas verschoben. Bei VI ist die vorletzte Reihe nicht vollständig, indem sie rechts nur bis zur Mittellinie geht, links am Rande angedeutet ist und aus nur 5 Schildern besteht. Bei VII ist zwischen der 7. und 8. Reihe eine überzählige Reihe mit 8, links zwischen der 10. und 11. mit 13 Schildern. Von den Kreuzpanzerreihen ist die erste noch etwas beweglich, bei VII ist es zweifelhaft, ob sie nicht zu den Rükkengürteln gezählt werden sollte. Eine scharfe Trennung zwischen Rückengürteln und den Schilderreihen des Schulter- wie des Kreuzpanzers ist überhaupt manchmal schwer. Hinter der letzten Reihe des Kreuzpanzers ist häufig noch ein Schild oder ein Paar unregelmässiger Schilder vorhanden.

Der ganze Schwanz, die Oberseite aller Füsse und auch die Unterseite der Hinterfüsse ist mit dicken harten, unregelmässig 4–6-seitigen, meist abgerundeten Schildern besetzt. Bei IV und V sind an der Schwanzspitze (2–3 Zoll lang) die Schilder sehr erhaben, gewölbt und in sechs Längsreihen geordnet. Die grösste Kralle des Vorderfusses hat eine Länge (über den Rücken gemessen) von 13--14,8 Centim. und eine Breite an der Basis von 4–4,2 Cm. Die Schilder auf dem Schädeldach und auf dem ganzen Panzer haben auf ihrer Oberfläche einen hufeisenförmigen Eindruck, während sie am Schwanze und an den Füssen ganz glatt sind.

Der Bauch ist ebenfalls mit Querreihen (20—25) rundlicher Schilder besetzt, die aber von denen des Panzers ganz verschieden sind, indem jedes einzelne, einer Warze ähnlich, aus vielen unregelmässig aneinander gereihten kleinen und dünnen Plättchen besteht.

Mitten zwischen den Vorder- und Hinterbeinen sind bei beiden Geschlechtern, beim Männchen nur viel kleiner, zwei Zitzen vorhanden, die gewöhnlich 7-9, beim Männchen V sogar 11 Cm. vom Panzerrande entfernt sind.

Der obere Theil des Kopfes so wie des Panzers und der obere vom Panzer bedeckte Theil der Beine ist schmutzig braun, der übrige Theil, der ganze Schwanz und die Ohren sind gelblich. Das gelbliche Band am

Panzerrande ist an den Vorder- und Hinterfüssen 8-10, in der Mitte 5–6 Cm. breit.

Die Zabl der Zähne ist, wie schon die bisher bekanntgemachten Beschreibungen beweisen, sehr verschieden.

Die hier untersuchten Thiere haben bei | I | II III IV V VI VII in der rechten Oberkieferhälfte . . . 17 18 17 17 18 18 21 in der linken Oberkieferhälfte . . . . 16 17 16 17 15 19 23 in der rechten Unterkieferkälfte . . . in der linken Unterkieferhälfte. . 20 21 15 18 12 20 23

Die Länge der Zahnreihe ist in Cm.: in der rechten Oberkieferhälfte ... 6,8 6,5 6,7 6,5 6,4 6,6 6,4 in der linken Oberkieferhälfte . . . . 16,8 6,3 5,8 6,4 6,4 7,0 6,9 in der rechten Unterkieferhälfte . . . = 6,0 5,6 6,0 5,7 6,3 6,3 in der linken Unterkieferhälfte ... - 5,9 5,6 6,1 5,4 5,8 6,2

Die vorderen 6–9 Zähne sind von aussen nach innen stark zusammengedrückt, gewöhnlich kaum 0,1 Cm., die hinteren von ovalem oder rundem Durchmesser bis zu 0,2 Cm. dick, alle von der Krone bis zur Wurzel gewöhnlich von gleichen Dimensionen. In der Grösse sind aber die Zähne nicht ganz gleich, häufig ist am vordern oder hintern Ende der Reihen der kleinste; bei III ist in der rechten Oberkieferhälfte der letzte, in der linken der vorderste viel kleiner als die übrigen, während im linken Unterkieferast der 6. und 7. viel kleiner, vielleicht durch Theilung eines einzigen entstanden ist und nach ihnen eine Lücke folgt. Bei IV ist in der linken Oberkieferhälfte der 2., im Unterkiefer rechts der 3., links der 6. der kleinste. Bei V, dem alten Männchen, sind die Zähne überhaupt kleiner, stehen weiter von einander entfernt und ist die Zahnreihe durch einige Lücken unterbrochen. Die grössere Anzahl der Zähne und eine in Vergleichung mit den übrigen Schädeln doch nicht längere Zahnreihe bei VII lässt sich dadurch erklären, dass bei den vorderen Zähnen, weil meist von vorn nach hinten kürzer als sonst, einzelne in zwei Theile getheilt sind. Hinter dem letzten im Oberkiefer ist eine Alveole ohne Zahn, welche mit Zellgewebe verschlossen war.

Die Zahnreihen beginnen im Oberkiefer 0,2° Cm.

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