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früheren Arbeiten Tyndall's für Amerika herausgegeben waren. Für die Geschichte der Optik ist besonders die erste und sechste Vorlesung von Bedeutung; Tyndall's Absicht war von vornherein nur gewesen, die Wellentheorie des Lichtes seinen Lesern möglichst klar zu machen und die optischen Phänomene durch dieselbe zu begründen, nicht aber ein förmliches systematisches Lehrbuch der Optik zn schreiben. Eine vortreffliche Würdigung dieses Werkes in didaktischer Hinsicht giebt Wiedemann in der Vorrede zu seiner Uebersetzung, worin er zeigt, dass Tyndall die strenge Methodik der classiscben Philologie hier auch auf das Gebiet der Naturwissenschaften übertragen hat. Aehnlich in der Anlage sind Tyndall's Lessoos in Electricity trotz ihreB verhältnissmässig geringen Umf'angs.

(Fortsetzung folgt.)

Eingegangene Schriften.

Geschenke.
(Vom 15. Juni bis 15. Juli 1894.)

General-Register zu Band I—XX (1869—1888) der Zeitschrift für Ethnologie und der Verhandlungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. Herausgeg. von RudolfVirchow. Berlin 1894. 8».

Geognostische Jahreshefte. Sechster Jahrgang. 1893. Cassel 1894. 8».

Angström, Knut: Einige Bemerkungen anlässlich der bolometrischeu Arbeiten von Fr. Paschen. Sep.-Abz.

Le opere di Galileo Galilei. Vol. III, IV. Firenze 1892, 1994. 4°.

Atti dell' Istituto Botanico delT Universitä di Pavia. Redatti da Giovanni Briosi. Ser. II. Vol. III. Milano 1894. 8».

Weyer, G. D. E.: Ueber die magnetische Declination in Christiania und ihre säculare Aenderung. Sep.-Abz. — Elementare Berechnung der Sternschnuppenbahnen um die Sonne. Sep.-Abz. — Ueber die Bahnen der Planetenmonde in Bezug auf die Sonne. Sep.-Abz. — Ueber die säculare Variation der magnetischen Declination in Rio de Janeiro. Sep.-Abz.

Wahnschaffe, Felix: Ueber zwei neue Fundorte von Gletscherschrammen auf anstehendem Gestein im norddeutschen Glacialgebiete. Sep.-Abz.

Loew, Oscar: The Energy of the Living Protoplasm. Tokio 1894. 8°.

McAlpine: Report on Rust in Wheat Experiments 1892—93. Melbourne 1894. 8».

Rosenbach, 0.: Ueber unipolare Inductionswirkung in Geissler'schen Röhren unter dem Einflüsse des menschlichen Körpers. Sep.-Abz. — Zur Mechanik der Wellenbewegung. Ueber die Einwirkung des Oels auf die Wellenbewegung. Bemerkungen über locale Witterungsprognose und über die Verwerthung von Beobachtungen an Thieren. Sep.-Abz.

Van Bambeke, Ch.: Hyphes vasculaires du Mycelium des Autobasidiomycetes. Sep.-Abz.

Förtsch, Oscar: Uie Entstehung der ältesten Werkzeuge und Geräthe. Inaug-Dissert. Halle a. S. 1892. 8«.

CftVirAi Kot« _Tn 1 in ■ • Tlor m'inVtf Prno unrl Ae>r Ipnrp

Goldscbmiedt, Guido, und v. Hemmelmayr, Franz:

Ueber das Scoparin (II. Abhandlung.) Sep.-Abz.

Müller, Otto: Die Ortsbewegung der Bacillariaceen. II. Sep.-Abz.

Fischer, Emil: Lebensbild eines Vogtländers (K. Th. Liebe). Sep.-Abz.

Orff, Carl V.: Telegraphiscbe Längenbestimmungen für die königliche Sternwarte zu Bogenhausen. II. Theil. Sep.-Abz.

Cech,CO.: Geflügelschutz-Plakat mit vier Bildern von Prof. Josef Bauer. Edition des Agramer ThierschutzVereines. Agram 1894. 4°.

Kriechbaumer: Ichneumoniden-Studien. Sep.-Abz.

Elster, J., und Geitel, H.: Weitere lichtelectriscbe Versuche. Sep.-Abz.

Bartels, Max: Die Traumen der Harnblase. Sep.Abz. — Die Medicin der Naturvölker. Ethnologische Beiträge zur Urgeschichte der Medicin. Leipzig 1893. 8°. — Ueber Menschenschwänze. Sep.-Abz. — Die geschwänzten Menschen. Sep.-Abz. — Ein neuer Fall von angewachsenem Menschenschwanz. Sep—Abz.

Richarz, F.: Der Satz vom Virial und seine Anwendung in der kinetischen Theorie der Materie. Sep.-Abz.

Ankäufe.
(Vom 15- Juni bis 15. Juli 1894.)

Unser Wissen von der Erde. Allgemeine Erdkunde und Länderkunde von Europa. Herausgeg. unter fachmännischer Mitwirkung von AIfred Kirchhoff. Lfg. 165—169. Wien und Prag, Leipzig 1893. 8°.

Palaeontographica. Beiträge zur Naturgeschichte der Vorzeit. Herausgeg. von Karl A. v. Zittel. Bd. 41. Lfg. 1, 2. Stuttgart 1894. 4».

Encyklopaedie der Naturwissenschaften. Herausgegeben von Prof. Dr. W. Förster etc. XXVI. Bd., enthält: Handwörterbuch der Chemie, XII. Bd. Breslau 1894. 8°.

Tauschverkehr. (Vom 15. Marz bis 15. April 1894. Fortsetzung.) Ar>arif£mip Tuintfrialp Hpe SnipnnPH in St Peters

Section mädicale de la Sociöte" des Sciences expärimentales in Charkow. Travaux 1891, 1892. Charkow 1892, 1893. 8«. (Russisch.)

La Celule. Recueil de Cytologie et d'Histologie generale publie par J. B. Carnoy, G. Gilson, J. Denys Tom. X, Fase. 1. Lierre, Louvain 1894. 4°.

Cambridge Philosophical Society. Transactions. Vol. XV, P. 4. Cambridge 1894. 4».

ftuekett Microscopical Club in London. Journal. Ser. II, Vol. V, Nr. 34. London 1894. 8«.

Botanical Society in Edinburg. Transactions and Proceedings. Vol. XIX. P. II, III. Edinburgh 1892—94. 8«.

Sociedade Broteriana in Coimbra. Boletim. XI. Fase. 1. 1893. Coimbra 1893. 8<>.

Societe Boyale de Geographie in Antwerpen.

Bulletin. Tom. XVIII. Fase. 2, 3. Anvers 1894. 8».

Societä Toscana di Scienze Naturali in Pisa.

Atti. Memorie. Vol. XIII. Pisa 1894. 8°.

Processi Verbali. Vol. IX. Pisa 1894—

1896. 80.

Paletnologia Italiana in Parma. Bullettino. Ser. II. Tom. IX. Anno XIX. Nr. 10—12. Parma 1893. 80.

New York Microscopical Society. Journal. Vol. X. Nr. 1. New York 1894. 80.

Geological Survey of Alabama. Report of the Coal Measures of Blount Mountain. Montgomery, Ala.

1893. 80.

University of Toronto. Papers read before the Mathematical and Physical Society during the year 1891—92. Toronto 1892. 80.

California Academy of Sciences in San Francisco. Memoirs. Vol. II. Nr. 3. San Francisco, Cal.

1894. 4°.

Linnean Society of New South Wales in Sydney.

Proceedings. Vol. VIII. P. 1. Sydney 1893. 8".

(Fortsetzung folgt.)

Oberirdische und unterirdische "Wirkungen eines Blitzstrahles.

Von 0. Hoppe - Clausthal.
(Fortsetzung und Schluss.)

Versuche mit Drahtnägeln, um eine Erscheinung herbeizuführen, wie solche der Blitz an den oben beschriebenen Nägeln bewirkt hat.

Unter der Lupe, bezw. dem Mikroskope, zeigten die Nägel gleich nach dem Blitzschlage den hierunter geschilderten Zustand. Gegenwärtig hat das Aeussere der Nagelendflächen sich etwas (nicht viel) verändert. Leop. XXX.

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Ausser an der Ausflussöffuung sind die Ränder r r der rinnenfönnig gestalteten Fläche gegen die unversehrte Nageloberfläche ganz scharf, dabei aber feinhöckerig.

Zu beiden Seiten des Rinnentiefsten stehen die Ränder wie in Gestalt zweier kleiner Hörner besonders stark hervor.

Die Oberfläche der Abstutzungsfläehe ist im Ganzen sehr glatt und glänzend, sie sieht sehlackeiiartig aus, der Glanz ist metallisch, die Farbe ein helles Stahlgrau; dabei ist aber ein Schillern nach Art der Farben dünner Blättehen wahrzunehmen.

Die glatte Fläche erscheint stellenweise einerseits wie mit feinen Nadelstichen durchbohrt, andererseits mit feinen Warzen bedeckt. Diese Vertiefungen sowohl als auch die Erhöhungen sind manchmal, nicht immer, von mehr oder minder hohen und breiten, wulstförmigen Rinnen umgeben (Krater).

Die "Warzen sind theils kleine Sclüaekenkügelcheu von schwärzlicher Farbe, theils, wie man unter

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dem Mikroskope bei schwacher Vergrösserung bemerkt, rothbraune krystallinisch aussehende Massen. Unter dem Mikroskope bemerkt man auch zerstreut liegende schwarze, metallisch glänzende Kryställchen von nicht näher bestimmbarer Form.

Im Ganzen erinnert die Oberfläche an die mancher Schlacken.

Das Ende des anderen Nagels unterscheidet sich von dem des oben beschriebenen nur dadurch, dass die eine Rinnenwand zerstört erscheint und dass die ganze Oberfläche die Beschaffenheit verbrannten Eisens hat.

Nadeiförmige Vertiefungen (Krater) sind auf der Abstutzungsflächo viel häufiger als warzenförmige Erhöhungen. In einigen tiefer gehenden Vertiefungen liegen central kleine Kügelchen, wahrscheinlich aus geschmolzen gewesener Masse bestehend. Wenn man beide Nagelenden mit einander vergleicht, wird man unwillkürlich an die beiden zum Theil abgebrannten Kohlenspitzen einer elektrischen Bogenlampe erinnert.

Später habe ich mit den Mitteln, welche das physikalische Cabinet der hiesigen Bergakademie besitzt, versucht, an Drahtnägeln Schmelzungen hervorzurufen, wie solche hier vom Blitze bewirkt waren. Aber ohne den gewünschten Erfolg.

Auch den geschicktesten Feuerarbeitern der hiesigen Centraischmiede wurde aufgegeben, in dem lebhaftesten Holzkohlen-, Koks- oder Steinkohlen-Feuer ihrer Schmietieessen Schmelzungen an älinlichen Drahtnägeln vorzunehmen. Hierbei wurden die Nägel wohl gründlich verbrannt, aber ihr Aussehen hatte nicht die mindeste Aehnlichkeit mit dem der vom Blitze getroffenen.

Zuletzt sandte ich an Siemens und Halske in Berlin die vom Blitze getroffenen Nägel mit der Bitte, derartige Drahtnägel einem stärkeren Strome zu unterwerfen.

Die genannte Firma ging mit der grössten Bereitwilligkeit, für die ich hiermit nochmals meinen verbindlichsten Dank ausdrücke, auf meine Bitte ein und äusserte sich bald daliin, dass man eiserne Drahtnägel dauernd einem Strome von 200 bis 250 Ampere aussetzen müsse, um an ihnen eine ähnliche Wirkung hervorzurufen, wie solche vom Blitze an den mitgesandten Nägeln herbeigeführt sei.

Ueber die Spannung des Blitzes, sowie über die von demselben geleistete Arbeit liesse sich jedoch kaum eine Muthmassung aufstellen.1)

Unterirdische Wirkungen des Blitzstrahles.

Längs der Firste (Decke) der „Tiefen schiffbaren Wasserstrecke" ist ein 18 mm dickes Drahtseil (sog. Ruderseil) ausgespannt und hier mittelst eiserner Klammern befestigt. Der vorn im Boot« stehende Schiffer erfasst dieses Seil und zieht sich und damit auch das Boot fort. An bestimmten Stellen ist die Strecke so erweitert, dass sich begegn«nde Boote hier einander ausweichen können. Um keine Störungen im Betriebe zu veranlassen, sind die Schiffer angewiesen, ihre Fahrzeit innezuhalten. Dieselben wissen demnach genau, um welche Zeit sie sich an den einzelnen Stellen der Strecke befinden.

Auf diese Weise l) werden die in den Bauen des Burgstätter Grubenrevieres gewonnenen Erze von dem

Beim Besuche der Frankfurter Ausstellung mit Studirenden der hiesigen Bergakademie wurden uns durch die Herren Vertreter der Firma Siemens und Halske auch die Wirkungen ihrer Ströme von 20 000 Volt Spannung gezeigt. Die Versuche legten mir den Wunsch nahe, nochmals eine, wenn auch nur angenäherte Ermittelung der auf die beiden Drahtniigel übertragenen Wirkung des Blitzes zu versuchen.

Ich sandte deshalb zwei Nagel der fraglichen Sorte an jene Herren nacli Frankfurt a. M.. mit der Anfrage, ob es nicht möglich sei, mit ihrem hochgespannten Strome die Nägel bei 20 mm Spitzenentfernung etwa so wegzuschmelzen, wie es vermuthlich durch unseren Blitzstrahl geschehen sei. Durch Schreiben vom 29. September 1891, für welches ich an dieser Stelle nochmals meinen Dank ausspreche, wurde mir hierauf mitgetheilt, dass die Schlagweite bei 20 000 Volt Spannung wohl etwa 26 mm betrüge, dass aber bei den Cabinetvereuchen der Verbrauch an den beiden Spitzen, zwischen denen der Lichtweg entstehe, ein ausserordentlich geringer sei, weil man nur über eine Stromstärke von etwa '/, Ampere verfüge.

Es war deshalb nicht möglich, unsere 4 mm dicken Nägel so abzuschmelzen, wie es der Blitz vermocht hatte.

Nehme ich jedoch an, was schon durch die Siemenssclien Versuche von 1887 ermittelt war, dass zur Schmelzung solcher 4 mm dicken Eisendrahtnägel 200 Ampere ferner, dass zum Durchschlagen einer isolirenden Luftschicht von 20 mm Dicke (wie solche etwa bei unseren Nägeln vorhanden war) eine Spannung von 20 000 Volt erforderlich sei, so lässt sich angenähert durch eine einfache Rechnung andeuten, welche Wirkung in Pferdekräften jener Nebenzweig unseres Blitzstromes, welcher die Nägel in 20 mm Spitzenentfernung schmolz, geäussert hat.

Hätte der Blitz eine volle Secunde gebraucht, um die genannte Wirkung zu erzielen, so wäre seine Leistung = 20 000 . 200 = 4 000 000 Volt-Ampere

= iü?0^ = etwa 5400 lferdekräfte.

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Wäre die Wirkung aber in nur 1 ,u Secunde vollzogen, so würden sich sogar 54 0(KI Pfertlekräfte ergeben.

Sind also meine Schlüsse nicht falsch, so könnte man behaupten, dass die Gesammtwirkung unseres Blitzes wohl nach vielen Tausend Pferdekräften zähle.

Vielleicht ist es in Zukunft möglich, genauere Werthe für die Wirkungen der Blitze nach Volt-Ampere bezw. Pferdekräften anzugeben, als dieser erste Versuch ermöglichte.

Königin Marien-Schachte an bis zu dem OttiliaeSchachte fortgeschafft. Die im Folgenden erwähnten, an der Tiefen Wasserst recke liegenden Pimkto sind der Reihe nach: Königin Maria-Schacht, Elisabeth-Schacht'), Alte Margarethe, Herzog Georg Wilhelm - Schacht, Königin CharlotterSchacht, Ottiliae-Schacht.

Schon in früheren Jahren wollten die Schiffer bei oberirdischen Gewittern, die sich über der Tiefen Wasserstrecke entluden, elektrische Schläge beim Anfassen des genannten Seiles empfangen haben.

Verfasser hielt es deshalb für angezeigt, die Schiffer, welche zur Zeit der oben geschilderten Gewittorentladungen auf der Tiefen Wasserstrecke beschäftigt gewesen waren, amtlich zu vernehmen.

Das Ergebnis» dieser durch das hiesige Oberbergamt in jeder Weise begünstigten Vernehmung lässt sich am besten durch den Wortlaut der am vierten Tage nach dem Blitzschlage aufgenommenen Protokolle darthun: Protocoll.

„Geschehen im Sitzungszimmer des Berginspoctionsgebäudes zu Clausthal, den 24. Juli 1881. Gegenwärtig waren:

Herr Berginspector Lenz, „ Obersteiger Kunst, „ Untersteiger Eisfelder und ich (0. Hoppe). Vorgeladen und erschienen waren die Bergleute (Schiffer):

Schreier, Müller, Koch, Weiss, Fuchs, Kriegener und Grosscort, um wegen der Beobachtungen vernommen zu werden, welche dieselben am Morgen des 20. Juli auf der tiefen, schiffbaren Wasserstrecke gemacht liaben wollten während desjenigen Gewitters, welches das oben erwähnte Müllerache Haus beselüidigte.

Ferner war auf Veranlassung des Obersteigers Kunst erschienen und wurde vernommen C. Weigert I., welcher während des Ereignisses sich ebenfalls auf der tiefen Wasserstrecke, nahe dem ElisabethSchachte2) befand und nach seiner Aussage ganz besonders durch den Blitzschlag gelitten haben wollte.

Von den erwähnten Bergleuten wurden Schreier, Müller und Weigert L, und zwar ein Jeder ohne Beisein des Anderen, eingehend vernommen und nach der Vernehmung von den noch nicht vernommenen Kameradon ferngehalten.

Kriegener hatte mir schon am 22. Juli seine Erlebnisse mit lebhaften Worten geschildert.

Weiss, Fuchs und Grosscort wurden summarisch befragt. Dire Antworten lieferten im Wesentlichen nicht viel Neues.

Die in folgender Tabelle augeführten 45 Fragen wurdeu einem jeden der einzeln vernommenen Bergleute vorgelegt, um aus etwa gleichen Sinn gebenden Antworten eine mögliclist grosso Annäherung an den wahren Thatbestaud herzuleiten. Die Aeusserungen der Bergleute sind thunlichst wörtlicli wiedergegeben. Fragen.

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') Der Elisabeth-Schacht ist am 10. Juli 1885 verstürzt.

') Horizontal gemessen liegt der Elisabeth-Schacht etwa 2000 m von dem Müllerschen Hause entfernt. *) Dass Weigert I. in einer anderen Abtheilung Schiffer und näher dem Marien-Schachte sich befand, als Schreier und Müller, erklärt seine abweichenden Antworten. (Siehe auch Seite 99.)

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Die zu Protoeoll genommenen Aeusserungen der Bergleute:

Schreier

Hermann Müller

Weigert I.

5) Wie weit waren dieselben etwa von einander entfernt V

6) Wann erfolgte der heftigste Schlag?

7) Wo waren die Schiffer etwa um diese Zeit?

8) Wer von den Schiffern, hat gleich nach der Uhr gesehen?

9) War wegen des Ortes und wegen der Zeit Meinungsverschiedenheit?

10) In welchem Kürpertheile wurde der Schlag am heftigsten vermerkt?

11) War die Folge des Schlages mehr eine Lähmung oder eine gewaltsame Zusammenziehung der Muskeln (Krampf)?

12) Welches Gefühl wurde in den Fingern und in den Händen vermerkt?

13) — in den Armen?

14) — in der Brust?

15) — in den Beinen?

16) Wirkte der Schlag so be

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Etwa 10 m auseinander.

24:'

Unter dem Charlotter Querschlage.

Schreier nicht.

Ist nicht weiter davon gesprochen, weil Zeit und Ort den Schiffern bekannt war.

Im ganzen Körper „zu die Füsse raus".

Lähmung.

Eigenthümliche Wärme: „Füsse dick und wie wenn das Bein eingeschlafen ist".

Bewusstsein war weg. Arbeitsunfähig.

Fuchs hat geweint.

Alle schrieen laut auf. „Thränen standen Allen in den Augen".

Kriegener sagt, als Schreier heim ersten Schlage laut aufschrie: „ mer sollte sich ja fürchten, weshalb schreist du denn so laut".

Schreier nicht. Aber das Essen hat ihm nicht geschmeckt.

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„Hellniss" vor den Augen, aber nur einen Augenblick.

Weiss Schreier nicht zu sagen.

„Nur Schreck und Angst, bis man fragen kann, ob nichts passirt ist".

Nichts gesehen.

241.

Unter der Elisabeth.

Als W. wieder zu Athen kam, hat er nach der Uhr gesehen.

Nein.

In der Brust und in den Knieen: „In der Wad ist er (der Blitz) stecken geblieben".

W. ist zusammengezogen und hat auf den Knieen gelegen. Die anderen ~ ten und lachten.

In den Händen nichts verspürt.

Vom Handgelenk ist der Schlag ausgegangen.

Weigerts Brust ist jetzt noch

Besonders in den Knieen.

„Ja!" wir schrien „Au". Moniskandal auf den Wassern. „Ein Schrei, was au» dem Hals raus wollte".

Blümer soll noch stärker als W. I. gelitten haben.

Weigert und Frick wollen 2 Funken am Ruderseil gesehen haben.

Am Ruderseil.

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